Ecosystem Update #1 - DE

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Wo wir stehen, warum es gerade ruhig wirkt und woran wir arbeiten

In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen in der Community. Ein Teil davon kritisch, ein Teil skeptisch, vieles einfach aus dem Wunsch heraus, besser zu verstehen, wohin sich Vision entwickelt und welche Rolle es innerhalb von Bitpanda spielt.

Mit diesem Update wollen wir einen ehrlichen Überblick geben: wo wir aktuell stehen, woran wir gearbeitet haben und warum wir bestimmte Entscheidungen so getroffen haben.

Kommunikation, „soon“ und Erwartungen

Fangen wir mit dem Thema an, das immer wieder auftaucht: ja, wir wissen, dass dieses permanente „soon“ nerven kann.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, Fortschritt zu kommunizieren. Entweder man meldet sich erst dann, wenn etwas fertig ist und über eine Kampagne ausgerollt wird. Oder man gibt früher Einblick in das, woran gearbeitet wird, auch wenn noch nicht alles final ist.

Wir haben uns bewusst für den zweiten Weg entschieden. Das sorgt für mehr Transparenz, führt aber auch dazu, dass Dinge von außen manchmal vager wirken, als sie intern sind. Für die Zukunft wollen wir hier klarer werden: weniger frühe Teaser, dafür mehr Updates, sobald Features tatsächlich nutzbar sind.

Wallet zuerst, alles andere baut darauf auf

Die Wallet ist das Fundament von Vision und unser Einstiegspunkt in Web3. Wir haben sie bewusst in einer ersten, schlanken Version gelauncht, mit Fokus auf Trading und Earn.

Seit Dezember bauen wir Schritt für Schritt unsere interne Aktivierungsebene aus, die Engage Section. Engage ist kein Nice-to-have, sondern zentral dafür, dass Nutzer in der Wallet bleiben und aktiv werden. Am Ende geht es darum, dass jeder Euro, den wir in Akquise investieren, langfristig mehr bringt, weil Nutzer nicht nur kommen, sondern auch bleiben.

Produktseitig haben wir außerdem eine neue Asset-Discovery-Sektion zur App-Store-Prüfung eingereicht. Wie so oft ist Apple noch pending, Google bereits ready. Damit wird es deutlich einfacher, spannende Assets zu entdecken, mit eigenen Bereichen für Trending Assets und Top Mover. Im gleichen Release haben wir auch Engage weiter verbessert, unter anderem mit sichtbaren Fortschrittsbalken für Missionen, damit klarer wird, wo man steht.

Parallel dazu arbeiten wir kontinuierlich an der User-Experience. Der Fokus ist hier ganz klar: Die Wallet muss einfach, verständlich und angenehm zu nutzen sein, bevor alles andere wirklich Sinn ergibt.

Vision Chain und warum manches länger gedauert hat

Bei der Vision Chain können wir jetzt deutlich konkreter werden, unter anderem in einem Deep-Dive-Video, das wir nächste Woche aufnehmen.

Der Grund, warum das Thema lange eher vage blieb, ist simpel: Zentrale Entscheidungen waren noch nicht final. Uns war es wichtiger, hier sauber zu arbeiten, als früh Annahmen zu kommunizieren, die sich später als falsch herausstellen könnten. Gerade bei Infrastruktur lassen sich falsche Entscheidungen nur schwer wieder einfangen, sobald sie öffentlich sind. Deshalb haben wir uns hier bewusst mehr Zeit genommen.

Ressourcen und Teamaufbau

Eine Frage, die regelmäßig kommt, ist, ob Web3 genug Ressourcen hat.

Die ehrliche Antwort ist: nicht immer und nicht überall. Die Web3 Organisation ist ein Stück weit eine „Firma in der Firma“. Wir profitieren von bestehenden Bitpanda-Strukturen, bauen aber gleichzeitig ein eigenes Team rund um einen neuen Produkt-Stack auf.

Einfach viele Leute einzustellen und zu hoffen, dass dadurch alles schneller geht, funktioniert nicht. Teamaufbau muss Schritt für Schritt passieren, sonst bremst man sich durch Abstimmung, Reibung und Ineffizienzen selbst aus.

Seit Q3 haben wir das Team kontinuierlich ausgebaut, vor allem im Engineering, aber auch in Produkt, Community, Marketing und Business Development. Bis neue Kollegen vollständig eingearbeitet sind und wirklich Wirkung entfalten, vergeht Zeit. Das lässt sich nicht beliebig beschleunigen und erklärt, warum Fortschritt von außen manchmal langsamer wirkt.

Prioritäten innerhalb von Bitpanda

Ein weiterer Punkt ist die Frage, welchen Stellenwert Vision im Vergleich zu anderen Bitpanda-Projekten hat.

Produkte wie Aktien und ETFs sind wichtig, genauso wie Vision und Web3. Diese Themen laufen unabhängig voneinander, mit eigenen Teams, Budgets und Zielgruppen. Sie stehen nicht in Konkurrenz zueinander, auch wenn es von außen manchmal so aussieht.

Vision ist kein kurzfristiger Wachstumstreiber, sondern Teil der langfristigen Web3-Strategie von Bitpanda. Entsprechend bleibt es eine hohe Priorität, unabhängig davon, welche anderen Produkte gerade gelauncht werden.

Listings und regionaler Fokus

Listings sind wichtig für Reichweite und Zugänglichkeit, aber sie waren nie als Allheilmittel oder nachhaltiger Preistreiber gedacht. Von Anfang an ging es darum, Vision international so aufzustellen, dass es verfügbar ist, wenn echte Katalysatoren entstehen.

Deshalb auch der frühe Fokus auf Asien. Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung leben dort, was das langfristige Wachstumspotenzial enorm macht. Gleichzeitig ist der US-Markt im Web3-Bereich zwar sehr weit, aber auch stark gesättigt. Asien ist weniger überlaufen, wächst aktuell am schnellsten und ist deshalb neben Europa besonders relevant für Vision.

Dazu kommt die Exchange-Landschaft: Ein Großteil der relevanten Krypto-Börsen sitzt in Asien. Ohne zumindest eine gewisse Präsenz dort sind Listings kaum möglich, unabhängig davon, ob Gebühren gezahlt werden oder nicht. Der regionale Fokus war daher keine Option, sondern eine Notwendigkeit.

Nächste Schritte

Wenn es um den Token geht, ist die wichtigste Frage nicht der kurzfristige Preis, sondern ob das System dahinter funktioniert.

Der nächste entscheidende Schritt ist, das Flywheel in Gang zu bringen. Das bedeutet: echte Nutzer, echte Nutzung, echte Fees. Diese Einnahmen sind die Grundlage dafür, den Token langfristig zu stützen, etwa über Buybacks und Burns aus laufenden Ökosystem-Einnahmen statt über temporäre Incentives.

Konkret heißt das jetzt, die einzelnen Bausteine stärker miteinander zu verzahnen. Wallet-Nutzung, Engage, Onchain-Aktivität und zukünftige Vision-Chain-Use-Cases müssen sich gegenseitig verstärken. Ziel ist kein einzelner KPI, sondern ein System, das sich selbst trägt.

Wenn dieser Nachweis da ist, braucht es kein großes Storytelling mehr. Dann sprechen Nutzung und Zahlen für sich. Ohne diesen Nachweis trägt auch die beste Geschichte nicht.

In genau diese Phase tritt Vision jetzt ein.

Abschließende Gedanken

Es ist völlig legitim, Momentum, Tempo und Prioritäten zu hinterfragen. Vision ist ein langfristiges Projekt, und ebensolche fühlen sich selten jede Woche spektakulär an.

Was wir klar sagen können: Die Richtung steht. Vision wird nicht zurückgefahren, nicht depriorisiert und nicht zum Nebenprojekt. Der Fokus liegt darauf, Produkte zu bauen, die tatsächlich genutzt werden, nicht darauf, ein Narrativ aufrechtzuerhalten.

Wir werden diese Updates ab jetzt nutzen, um transparenter zu zeigen, wo wir stehen und was als Nächstes kommt, und um euch besser mitzunehmen.

Danke, dass ihr dabei bleibt und uns kritisch begleitet.

Disclaimer
Investitionen in digitale Assets sind mit Risiken verbunden; Krypto ist volatil. Im Extremfall kann der investierte Betrag vollständig verloren gehen. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung oder Einladung zum Abschluss einer Transaktion dar. Es werden weder Performance noch Ergebnisse garantiert. Dieser Inhalt dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt weder Anlageberatung noch ein Angebot zum Erwerb digitaler Assets dar. Es wird keine ausdrückliche oder stillschweigende Zusicherung oder Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Informationen gegeben. Investitionen in Krypto-Assets bergen Risiken und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Führen Sie stets Ihre eigene Recherche durch, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen.